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Wie ich zu meinem Hobby kam

Dies wird ein kleiner tagebuchähnlicher Beitrag.

Also erst mal bin ich auf das Hobby gekommen durch Familienmitglieder. Damals erhielten diese gerade Einzug in Deutschland. Natürlich wusste ich früher noch nicht, wo das her kommt oder was das genau ist. Ab und an wurde es aber dann auch von mir geschaut.

Es liefen verschiedene Anime als ich 15 Jahre alt war, persönlich favorisierte ich aber schnell bestimmte Charaktertypen. Dies entwickelte sich langsam aber allmählich und ich hatte bestimmte Serien, die ich aufgrund der Charaktere gerne schaute (z.B. Bakura aus Yu-Gi-Oh!).

Mit 17 Jahren verlor ich zwischenzeitlich aber das Interesse aus den verschiedenen Gründen wie Schule, Familie, etc., wie das im Leben so ist. Trotzdem strahlte eines Tages wieder ein Anime über den Fernseher, der während der Hausaufgaben in der Werbung eingeschaltet worden war. Was es für einer war, kann ich heute nicht mehr sagen. Schnell war dieser aber auch zu Ende und eine Zwischensendung namens BeTV schaltete sich ein. Ich hörte nur am Rande zu, schaute nur wenig auf den Fernseher. Es wollte mich einfach nicht so richtig fesseln, was diese orange Stoffpuppe zu sagen hatte.

Doch ich erinnerte mich, dass es irgendwas von einer Messe faselte, hielt es aber zu dem Zeitpunkt für eine irrelevante Information. Ich hatte andere Sorgen, anderes zu tun und weder Zeit noch Geld für sowas gehabt. Also verstaute sich die Information und versteckte sich tief in meinem Kopf.

Nachdem ich die Realschule abgeschlossen hatte, wechselte ich auf eine weiterführende Schule, meine Noten stiegen und es ging alles bergauf. Daheim hatte ich mit Animes nur noch wenig am Hut, besaß aber noch ein paar Mangas, die ich mal angefangen hatte zu sammeln. Einen mochte ich besonders gerne, da der Zeichenstil und die Charaktere so gut waren, dass ich ihn nicht weggeben wollte. Eines Tages, ich weiß auch nicht mehr wieso, kam diese Information, die sich in meinem Kopf versteckt hatte, wieder zum Vorschein. Vielleicht einfach, weil ich daran dachte, in den Sommerferien mal was unabhängig von Eltern und so für einen Kurzaufenthalt zu unternehmen.

Aber ich erinnerte mich nicht mehr genau, worum es in der Information gegangen war und wie diese Messe hieß. Jedenfalls forschte ich in den Weiten des Internets nach, stieß dabei auch wieder auf animexx, wo ich mich zwar mal angemeldet hatte, aber dann, als das Interesse nachgelassen hatte, nicht mehr online gewesen war. Dort fragte ich nach, forschte auch auf eigene Faust und hörte sogar, dass es mehr als eine Messe gab (ganz zu meiner Überraschung).

Letztendlich nahm ich mein gespartes Geld und wagte es. Man erklärte mir, dass ich ein Ticket kaufen sollte und wo ich es her bekam, machte alles fertig. Auch erfuhr ich das erste Mal von Cosplay. Ich kaufte also alles was ich brauchte und entschied mich ein solches Kostüm eines Anime Charakters (also ein sogenanntes Cosplay) anzufertigen. Da ich keine Ahnung vom nähen hatte, entschied ich mich für was einfaches und legte mcih auf den Charakter Bakura aus Yu-Gi-Oh! fest.

Ich besorgte also ein Shirt, dass ich anmalte, eine Hose, Schuhe und (ich schäme mich heute) eine Karnevalsperrücke aus dem Faschingsladen. Nur den Milleniumsring bastelte ich selbst. Anmerkung: Diesen besitze ich bis heute!

Der Tag rückte näher und ohne eine blasse Ahnung, was mich erwarten würde, fuhr ich mit dem Zug zur AnimagiC, damals noch in Koblenz. Die Fahrt dauerte und ich war in einer Jugendherberge mit einer Freundin, die ich übers Netz kennen gelernt habe, verabredet. Sie war sehr freundlich und nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, machten wir uns schnell auf den Weg zum Gelände. Es beinhaltete eine weitere Zugfahrt und eine weitere Fahrt mit dem Bus sowie einen Fußweg.

Endlich am Gelände und der Messehalle angelangt, konnte ich kaum glauben, was mich dort erwartete. Unzählige bunt kostümierte Personen, eines auffälliger als das Andere. Ich bewegte mich etwas unsicher vor zur Halle, wurde dann plötzlich auch angesprochen auf mein Kostüm. Ich hatte nicht damit gerechnet, wurde aber schnell hinzu gebeten. Es fanden einige Unterhaltungen statt und ich entschied mich nach einer Weile mich abzuseilen. Die Halle lockte meine Neugier ^^

Ich betrat diese also und auch hier ging es genau so faszinierend weiter. Bunte Kostüme, Verkaufsstände, Hallen mit Programm... Es gab einfach so viel zu entdecken. Es war bereits Abend, als ich wieder raus kam, aber die Personen, die mich zu sich gebeten hatten, waren noch da. Kurzerhand ging ich zurück und traute mich, gesellte mich wieder dazu. Es war einfach so faszinierend, dass es mich fesselte. Und die drei Tage vergingen schneller, als mir lieb war. Traurig darüber, dass ich am dritten Tag die Halle verlassen musste und meine Zimmergenossin sich verabschiedete, blickte ich auf das Gelände zurück. Mit einer Entscheidung sollte es auch für mich bald auf den Heimweg gehen - Ich komme wieder...

27.10.13 20:21
 
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